Besondere Auszeichnung beim BDA-Preis für Architekturkritik

Jetzt ist es raus: FÜr moderneREGIONAL werden Daniel Bartetzko und Karin Berkemann mit dem BDA-Architekturpreis 2024 (besondere Auszeichnung) bedacht. Dieser wird, früher als „BDA-Kritikerpreis“, seit 1963 alle drei Jahre verliehen. Unter den Prämierten fanden sich Könner:innen wie Manfred Sack, Wolfgang Pehnt oder Dieter (sic!) Bartetzko.

2024 ist moderneREGIONAL in bester Gesellschaft: Der Hauptpreis geht an die Redakteurin im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung Laura Weißmüller. Mit einer Besonderen Auszeichnung wurden bedacht: Katharina Benjamin, Angelika Hinterbrandner, Patrick Martin für die digitale Plattform KONTEXTUR, Jana Gäng, Volontärin bei Stuttgarter Zeitung/Stuttgarter Nachrichten, für die Serie „Ist Stuttgart eine Abrissstadt?“ – und Daniel Bartetzko und Karin Berkemann für moderneREGIONAL. Preisverleihung ist am 19. September 2024 um 19 Uhr im Schweriner Perzina-Haus (Anmeldung hier) – wir werden das dort mit dem ganzen mR-Team krachend feiern, Gratishäppchen inklusive.

Das Kirchenmanifest ist online

Wolfgang Thierse (Bundestagspräsident a. D.) und Susanne Wartzeck (Präsidentin des BDA), der DAM-Kurator Oliver Elser (SOS Brutalism) und der Fotograf Martin Maleschka (Institut für Ostmoderne e. V.) und viele mehr unterstützen als Erstunterzeichner:innen den Aufruf: „Kirchen sind Gemeingüter!“ Die initiative kirchenmanifest.de – ein breit aufgestelltes Bündnis von zehn Partner:innen aus Baukultur, Forschung und Stiftungswesen, darunter Karin Berkemann (Uni Greifswald/moderneREGIONAL) – ruft „dazu auf, der neuen Lage mit neuen Formen der Trägerschaft zu begegnen: mit einer Stiftung oder Stiftungslandschaft für Kirchenbauten und deren Ausstattungen.“

Die Hintergründe für die damit angestoßene Debatte sind, wie es das Manifest zusammenfasst: „Immer weniger Gläubige nutzen die Räume, die Kirchensteuereinnahmen sinken, immer mehr Bauten werden außer Gebrauch gestellt oder gar abgerissen.“ Dem stellt das Papier ein ganzes Bündel von Argumenten entgegen: Kirchen sind mehrfach codierte Orte, die Teilhabe einfordern. Theologisch argumentiert, sind sie radikal öffentliche Orte. Zwischen Arbeitsplatz und Zuhause dienen sie als Dritte und Vierte Orte, die Sinn- und Chancenräume anbieten. Und sie sind, samt ihrer Ausstattung, nachhaltiges Kulturerbe. Für Kirchen der Moderne ist besonders hervorzuheben: In „ihrer Auseinandersetzung mit der modernen Gesellschaft bieten sie wertvolle Reibungsflächen, um unsere freie demokratische Gesellschaft weiterhin erfahrbar zu machen.“ Kurz gesagt: Kirchen (jeden Alters) gehören allen. Deshalb fordert die initiative kirchenmanifest.de einen Schulterschluss, eine „breit aufgestellte Verantwortungsgemeinschaft mit Staat, Gesellschaft und weiteren Akteurinnen und Akteuren“.

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Aktuelles

+++ 20./21. Mai: Interview mit Karin Berkemann, Universität Greifswald, im Deutschlandfunk Kultur +++ 19. Mai: zu Pfingsten ein Interview mit Thomas Sternberg, Präsident der Kunststiftung NRW, im SWR 1 und ein heiterer Zwischenruf aus der Jazzmusik +++ 18. Mai: wow, über Nacht fünfstellig +++ 17. Mai: die 5.000 sind erreicht +++ 16. Mai: Süddeutsche berichtet +++ wir sind vierstelllig +++ 15. Mai: Deutschlandfunk berichtet +++ die 500er-Marke ist geknackt, nächstes Ziel: vierstellig +++ 14. Mai: Domradio, WDR, katholisch.de, Kirche und Leben, Neues Ruhrwort und Evangelische Zeitung berichten +++ wir nähern uns mit großen Schritten den 500 Unterstützenden +++ 12. Mai: die 200er-Marke ist geknackt! +++ 11. Mai: noch nicht 24 Stunden online, und die ersten 100 Unterstützenden sind zusammen – nächstes Ziel: Verdoppeln! +++ 10. Mai: das Kirchenmanifest geht online – und während wir beim ESC mitfiebern, trudeln auch bei uns die ersten guten Zahlen ein +++

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Titelmotiv: Berlin-Spandau, Zufluchtskirche: Eigentlich sollte die Zufluchtskirche, 1967 fertiggestellt nach Entwürfen des Architekten Bodo Fleischer, zum Stadtteilzentrum mit Kindergarten umgebaut werden. Doch 2023/24 wurde das Ensemble abgerissen, um an seiner Stelle ein neues Stadtteilzentrum zu errichten (Bild: Gunnar Klack, 2019)

Neues Buch zum DDR-Kirchenbau

Im April ist der erste konfessionsübergreifende Überblick über den Kirchenbau der späten DDR-Zeit erschienen. Denn während diese Baugattung in Westdeutschland Mitte der 1970er Jahre fast vollständig zum Erliegen gekommen war, erlaubte der DDR-Staat nach langer Durstrecke wieder erste neue Kirchen – gegen West-Geld. Unter dem Titel „Kirchen für neue Städte“, herausgegeben, von der Theologin und Kunsthistorikerin Karin Berkemann, bündelt der Band in der Schriftenreihe des Deutschen Nationalkomitees (DNK) für Denkmalschutz die Beiträge eines Greifswalder Studientags vom September 2023. Die Publikation kann in der Mediathek des DNK im Open Access gratis als pdf herutergeladen und ab Mitte April kostenfrei als Druckexemplar beim DNK bestellt werden.