Wien, Schaufenster (Foto: Willy Pragher, Bild: Landesarchiv Baden-Württemberg, Staatsarchiv Freiburg, 1961)

Start der Ausstellung „Gebrochene Verheißung“

Willy Pragher, Wien, Schaufenster, 1961, Copyright: Landesarchiv Baden-Württemberg, Staatsarchiv Freiburg, 1961; Louis Volkmann, Dächer gleicher Ordnung, hier: Dessau, Laurentiushalle, Copyright: Louis Volkmann; Karin Berkemann, Dessau, ehemaliges Kaufhaus Zeeck bzw. Magnet, 2025, Copyright: Karin Berkemann; Marius Busch, +, hier: Oranienbaum, Christkönig-Kirche, 2026, Copyright: Marius Busch; Karla Zipfel, TikTok Aesthetics, 2026, Copyright: Karla Zipfel

Kirchen und Kaufhäuser, beide geben mit markanter Architektur in bester Lage ein Glücksversprechen, das sie kaum noch einzulösen vermögen. Um diesen öffentlichen Orten wieder Strahlkraft zu verleihen, entwickelten vier Stipendiat:innen in drei Monaten neue Ideen: Die Künstlerin Karla Zipfel inszeniert in der Videoskulptur “TikTok Aesthetics” Kommerz- und Sakralbauten wie populären Nostalgie-Content. Mit dem Projekt “Dächer gleicher Ordnung” porträtiert der Fotograf Louis Volkmann zwei ostmoderne Andachtsräume und eine Kaufhalle, die ein HP-Schalendach teilen. Nicht zuletzt verhandeln die Modellaufbauten “+” der Architekten Marius Busch und Maximilian Hartinger verschiedene Konzepte, wie neue Energien verlassene Orte wiederbeleben können. Die Ausstellung “Gebrochene Verheißung”, die vom 29. März bis zum 12. Mai 2026 im ehemaligen Kaufhaus Zeeck in Dessau zu sehen ist, wird gefördert von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und kuratiert von Prof. Dr. Karin Berkemann, Hochschule Anhalt.

Willy Pragher, Wien, Schaufenster, 1961, Copyright: Landesarchiv Baden-Württemberg, Staatsarchiv Freiburg, 1961; Louis Volkmann, Dächer gleicher Ordnung, hier: Dessau, Laurentiushalle, Copyright: Louis Volkmann; Karin Berkemann, Dessau, ehemaliges Kaufhaus Zeeck bzw. Magnet, 2025, Copyright: Karin Berkemann; Marius Busch, +, hier: Oranienbaum, Christkönig-Kirche, 2026, Copyright: Marius Busch; Karla Zipfel, TikTok Aesthetics, 2026, Copyright: Karla Zipfel

WANN: 29. März bis 12. Mai 2026, Dienstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr | Eröffnung am 29. März 2026: 11 Uhr Führung durch “Algen | Schutt | CO2, 12 Uhr Vernissage zu ”Gebrochene Verheißung“ und “renaissourcen” im ehemaligen Kaufhaus Zeeck

WO: Kavalierstraße 72, 06844 Dessau – im zweiten Obergeschoss des ehemaligen Kaufhauses Zeeck bzw. Magnet, auf der Etage der Jubiläumsausstellung “Algen | Schutt | CO2” der Stiftung Bauhaus Dessau, Eintritt: 10 Euro

WER: Arbeiten von Marius Busch, Maximilian Hartinger, Louis Volkmann und Karla Zipfel, kuratiert von Prof. Dr. Karin Berkemann (Hochschule Anhalt), gefördert von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz

WOMIT: in der Reihe „renaissource“, einem Satellit der Fachbereiche Design und Architektur der Hochschule Anhalt

Der Ort

Das ehemalige Kaufhaus Zeeck in der Dessauer Innenstadt wurde 1908 eröffnet und in den 1920er Jahren erweitert. Nach dem Zweiten Weltkrieg wieder hergerichtet, in den 1970er Jahren mit einer himmelblauen Vorhangfassade versehen, wurde hier unter dem Namen “Magnet” Bekleidung verkauft. Heute ist der Bau ein herausragendes Beispiel der Warenhausarchitektur der Moderne und erzählt durch seine materiellen Schichten eine über ein Jahrhundert währende Stadtgeschichte. 

Hier rückt die Stiftung Bauhaus Dessau mit der Ausstellung “Algen | Schutt | CO2” vom 28. März bis 27. September 2026 disziplinübergreifende Arbeitsweisen und Anwendungsbeispiele im Mittelpunkt, die ästhetische und nachhaltige Gestaltung verbinden und befördern. Die Ausstellung, kuratiert von Barbara Steiner und Juliane Aleithe, erforscht alternative Arten des Bauens und ist CO2-neutral konzipiert.

Die Reihe

Auf der Etage von “Algen | Schutt | CO2” ist die Ausstellung “Gebrochene Verheißung” Teil der Reihe “renaissource”. Dieser Satellit der Fachbereiche Design und Architektur der Hochschule Anhalt thematisiert die Renaissance (Wiedergeburt) eines neuen Umgangs mit Ressourcen. Ab dem 19. Mai folgen in der Reihe:

  • 19. Mai bis 31. Juli 2026: Using Design to connect: Drei Projekte, drei Visionen, eine gemeinsame Mission: die Welt zu verändern. Julia Lohmann „Department of Seaweed”, Francesca Tambussi „Hyperburgers”, Leonardo Mesa Cabrera „Druckbar” und Wencke Hamann „VorOrt-Haus”.
  • 4. August bis 29. September 2026: Erbgut: Drei künstlerische Positionen zeigen den individuellen Umgang mit Objekten eines kulturellen Erbes. Martin Maleschka „Gemengelage”, Nikita Vinokurov „Frankenpot” und Katrin Günther „Gerhard”.
  • Kaufhaus Z — inside out: Ein Magazin, das sich mit dem Gebäude, seinen Bewohner:innen und seiner Historie auseinandersetzt und mit der direkten urbanen Nachbarschaft Kontakt aufnimmt. Prof. Gerald Christ und Studierende.
  • Wien, Schaufenster (Foto: Willy Pragher, Bild: Landesarchiv Baden-Württemberg, Staatsarchiv Freiburg, 1961)
  • Louis Volkmann, „Dächer gleicher Ordnung“, hier: Dessau, Laurentiushalle, Copyright: Louis Volkmann
  • Karla Zipfel, „TikTok Aesthetics“, 2026, Copyright: Karla Zipfel
  • Marius Busch, „+“, hier: Oranienbaum, Christkönig-Kirche, 2026, Copyright: Marius Busch
  • Karin Berkemann, ehemaliges Kaufhaus Zeeck bzw. Magnet, 2025, Copyright: Karin Berkemann

Willy Pragher, Wien, Schaufenster, 1961, Copyright: Landesarchiv Baden-Württemberg, Staatsarchiv Freiburg, 1961; Louis Volkmann, Dächer gleicher Ordnung, hier: Dessau, Laurentiushalle, Copyright: Louis Volkmann; Karin Berkemann, Dessau, ehemaliges Kaufhaus Zeeck bzw. Magnet, 2025, Copyright: Karin Berkemann; Marius Busch, +, hier: Oranienbaum, Christkönig-Kirche, 2026, Copyright: Marius Busch; Karla Zipfel, TikTok Aesthetics, 2026, Copyright: Karla Zipfel